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Notizen eines Wanderers - Terra Tragica

Bernd Hönig - Notizen eines Wanderers - Terra TragicaBernd Hönig

Auf seiner Wanderung führt der Ich-Erzähler den Leser durch die letzten Jahrtausende unserer Geschichte.
An seiner Seite erleben wir das antike Vorderasien, er folgt biblischen und anderen Mythen, durchstreift das Ägypten der Pharaonen, begegnet Alexander dem Großen auf seinem Eroberungszug und bereist das Römische Reich unter Kaiser Konstantin.
Herausragende Persönlichkeiten kommen zu Wort, doch auch den Alltag dieser Zeit kann der Leser durch die Augen des Wanderers betrachten und lernt so Sprache, Denken und Leben der Menschen kennen.

Der Autor wirft seinen herausfordernden Blick bis in die weit entfernte Vergangenheit unserer Kulturgeschichte und landet schließlich wieder bei uns, unserer abendländischen Vitalität, Liberalität, aber auch unseren Schwächen und Dummheiten. Unter diesen versteht er nicht nur die verbrecherischen Massenbewegungen des 20. Jahrhunderts, sondern auch z.B. den heutigen Ökologismus. Er definiert Zeit und Ort unseres Planeten in seinem philosophischen Schluss-Essay als »Terra Tragica«.
Hier zeigt er seine besondere Fähigkeit der zeitgeschichtlichen Analyse mit Blick für die Zukunft. Auch wenn manche Passage streitbar bleiben wird – unbenommen bleibt es, dem Autor Dank zu zollen für eben diesen kühnen Einblick in die Kinderstube unserer abendländischen Zivilisation, in der die Wurzeln für unser alltägliches Handeln liegen.

Dr. Godehard Lindgens

ISBN: 978-3-95509-213-9
Paperback
Buchformat: 14,8 x 21,0 cm
294 Seiten
Erschienen: 01.04.2017
Ab 6 Jahren
Artikelnummer: 3955092135
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  • Hönig, Bernd- Notizen eines Wanderers - Terra TragicaHönig, Bernd

    geboren 1966 in Lübben, lebt seit 1988 in Berlin und ist häufig auf Reisen. Immer neugierig und auf der Suche, bewährte er sich auf verschiedenen Feldern des Lebens. 2007 schrieb er in seiner Abschlussarbeit zum Magister Artium (Religionswissenschaft/Judaistik) über die Historiogenesis des Eric Voegelin. Veröffentlichte Kleineres (Prosa, Lyrik, Szenen) auf kleineren literarischen Plattformen. Löckt gern wider den Stachel, spottet dem politisch korrekten Mainstream und trifft im Berliner Hayek-Klub mit liberalen Intellektuellen zusammen, um über die demokratische Zukunft des Landes zu debattieren. Außerdem ist er Mitglied der Cloud Appreciation Society, korrespondierte mit der Flat Earth Society und verbreitet als schalkhafter Priester der Church of the Latter-Day Dude die optimistische Philosophie des Dudeism.


  • VORDERASIEN

    (Vor über 4000 Jahren, östliches Mittelmeer)


    Wenn ein aufmerksamer Wanderer über dieses voller Leben tummelnde, unruhige, schmale Meer reist, dann kann er die verschiedensten Kulissen bemerkenswerter Zivilisationen erblicken.
    Entlang der Reise auf dem Wasser, das von sehr verschiedenartigen Landmassen umgrenzt ist, nehme ich hier und da die Vorboten entstehender Zentren oder die Reste verfallener Ortschaften wahr – Häfen, Kanäle, Dämme, Siedlungen mit mächtigen Bauten, achtungsvollen Statuen und Plätzen voller Leben oder verlandete Buchten, brache, aufgegebene Landstriche und verlassene, rußgeschwärzte Ruinen hinter zerstörten, ehemals starken Mauern.
    Weder bei den zerklüfteten Felsküsten und bewaldeten Inseln zur Linken ankernd, noch die weit entfernt gegenüberliegenden Ufer ansteuernd, vor den majestätisch sich erhebenden Sanddünen, lande ich in Richtung der emporsteigenden Sonne an steinigen Gestaden mit wenigen ruhigen Buchten, in denen Fischerboote und Händler zu finden sind. Die rauschenden Klippen und das von Gebüsch und kleinen Bäumen bewachsene Grünland hinter mir lassend, gelange ich von der Küste aus in ein immer karger werdendes, ansteigendes Gelände mit dürrem Gesträuch, niedrigen Bäumchen und trockenen, im warmen Winde raschelnden Gräsern. Weiter hinein ins Landesinnere, gilt es bald, eine stille Wüstenei zu durchqueren, in der vereinzelt, in prominenter Lage an Felshängen und Vorsprüngen die merkwürdigsten Zeichnungen einer Vielzahl geflügelter, zweibeiniger oder vierbeiniger Figuren und bizarrer Gestalten von der Fantasie derer zeugen, die im Laufe der Zeit hier entlang gekommen sind.
    Nur spärliche Gewächse verraten in uralten, ausgetrockneten Flussbetten die Anwesenheit tief verborgener Wasseradern. Hier grob gerieben, dort fein gemahlen folge ich dem in hellen gelben bis dunklen roten Farbtönen unter der Sonne flimmernden Geröll und Sand über lange Strecken durch das trockene, heiße Land. Verstreut liegen die wenigen Hügel, versteckt die vereinzelten Quellen, verwittert die uralten, tiefen Furchen im Fels, die sprudelndes Nass wieder und wieder über lange Epochen ausgewaschen haben mussten, wenn der Regen aus den Bergen nach unten in die Küstenebene über diese Hänge herabstürzte. Im Schatten der Nischen zischen Echsen und Schlangen ruhen; tagsüber blendet die gleißende Sonne, ohne den Schutz hoher Bäume, und nachts, nach ihrem Verschwinden, herrscht eine windige Kälte. Das nächtliche Dunkel erstaunt den Beobachter mit einer bezaubernden Sicht auf das himmlische Szenario und erfreut ihn mit dem Blick auf eine Unzahl willkürlich leuchtender Sterne, die von einem neblig schimmernden Band durchzogen werden. Trotz der herrschenden Finsternis bin ich umhüllt von diesem weiten, dunklen Tuch kalt glitzernder Lichter mit ihrem erhaben dominierenden Mond im Vordergrund – eine fantastische Perspektive auf die apokalyptischen Scherben jener vergangenen Schöpfung. Die ruhige Nacht in dieser Ödnis wird nur vom Pfeifen des Windes, von der krabbelnden Emsigkeit des kleinen Getiers, dem leisen Rascheln der Schlangen und dem fernen Geheul eines jagenden Räubers gestört.

     


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