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Kongresse und Tagungen erfolgreich vorbereiten

Wolfgang Rettkowski - Kongresse und Tagungen erfolgreich vorbereitenWolfgang Rettkowski

Wer bei Vorträgen überzeugen möchte, sollte gut vorbereitet sein.
Nicht nur Organisation und Fachwissen zählt, sondern ebenso das Können, sein Publikum interessiert zu halten. Wie bringe ich die Menschen dazu, mir zuzuhören?
Dabei geht es um konkret erlernbare Körperhaltung, Körpersprache und Rhetorik, unter Einbeziehung neurodidaktischer Untersuchungsergebnisse, die ein Garant für eine positive Publikumsbewertung des Vortrags sind.

Der Ratgeber »Kongresse und Tagungen  -  erfolgreich vorbereiten« gibt Empfehlungen:

- Zur umfassenden organisationstechnischen Kongress- und Tagungsvorbereitung.

- Zu den unbedingt erforderlichen Vortragsgrundbausteinen.  

- Welche Text- und Bildpräsentationslogistik erfolgreich ist.

- Wie die Aufnahme- und Lernfähigkeit der Zuhörer gesteigert werden kann.

- Welche Faszination Sprache und nonverbale Botschaften auslösen sollten.

ISBN: 978-3-95509-210-8
Paperback
Buchformat: 14,8 x 21,0 cm
148 Seiten
Erschienen: 12.12.2016
Ab 10 Jahren
Artikelnummer: 3955092100
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Preis: 12.90 EUR

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  • Vorwort

    Ein Kongress- oder Tagungsbesuch, zusätzlich verbunden mit einem Vortrag vor einem größeren Publikumskreis, löst bei einem relativ großen Personenkreis eine unterschwellige Beklommenheit aus. Ein Teil dieser Verunsicherung beginnt bereits bei den technischen Vorbereitungen und endet bei dem Gedanken, wie und auf welche Art und Weise müssen Arbeitsergebnisse vorgetragen werden, um bei den Zuhörern, sowohl unter fachlichen als auch rhetorischen Aspekten, einen bleibenden guten Eindruck zu hinterlassen. Auch »geübte Kongress- und Tagungsteilnehmer«, die die Tücken der Vortragsvorbereitung kennen, müssen sich selbstkritisch die Frage stellen, wie künftig die eigene Vortragstechnik noch verbessert werden kann. All diesen Bemühungen ist gemeinsam, das vergebliche Durchsuchen des Büchermarkts nach einer umfassenden und kritischen Erörterung der Gesamtproblematik zum erfolgreichen Kongress- und Tagungsbesuch.

    Aufgrund langjähriger Kongress- und Tagungserlebnisse des Autors, sowohl mit begnadeten als auch mit Referenten mangelnder Ausstrahlungskraft aller Ausbildungsfachrichtungen, ist es demzufolge das Grundanliegen dieses Buches, anhand von praktischen Hinweisen und Empfehlungen die erforderlichen Facetten einer umfassenden Kongressvorbereitung aufzuzeigen. Zum einen werden dezidierte Anleitungen zu folgenden Punkten gegeben: einer perfekten Tagungsanmeldung, zur Notwendigkeit einer termingerechten Anfertigung und Versendung unterschiedlicher Kongress- beziehungsweise Tagungsbandpublikationen, zum logisch strukturierten Vortragsaufbau und zur Auswahl und Erstellung aussagekräftiger Präsentationsmittel. Zum anderen werden unter Einbeziehung der Aufnahme- und Lernfähigkeit der Zuhörenden, die vielschichtigen Möglichkeiten und Chancen einer die Zuhörer beeindruckenden persönlichen Ausstrahlung und Vortragslogistik aufgezeigt. Zusätzlich wird der Leser befähigt, neurodidaktische Forschungsergebnisse mit einer anzustrebenden Körperhaltung, Körpersprache und Rhetorik so zu korrelieren, dass dadurch eine maximal erreichbare Publikumswirkung des gesprochenen Wortes erreicht wird. Zusätzlich werden auch die möglichen Stolpersteine einer ungenügenden persönlichen und technischen Veranstaltungsvorbereitung benannt, die in der Endkonsequenz einem guten und erfolgreichen Vortrag auf Kongressen und Tagungen im Wege stehen können.

    1  Einleitung

    1.1   Eine kurze Einführung

    Stellen Sie sich bitte das Folgende vor: Völlig unerwartet klingelt das Telefon und Sie werden gebeten, in drei Tagen einen Übersichtsvortrag auf einem Kongress zu halten. Während Ihnen noch Sonderwünsche bezüglich des Vortragsinhalts genannt werden, haben Sie schon jetzt ein flaues Gefühl in der Magengegend. Sie denken an das in Arbeit befindliche Projekt, dessen Abgabetermin und an die doch sehr kurze Vorbereitungszeit. Eigentlich sind es ja nicht drei Tage, sondern effektiv nur noch zwei Abende. Aus den eigenen Erfahrungen wissen Sie, dass ein Vortrag doch eigentlich eine viel größere Vorbereitungszeit benötigt.
    Der Gedankengang endet bei Ihrem ersten Vortrag während Ihrer Ausbildung. Damals hatten Sie eine ausreichende Vorbereitungszeit. Trotzdem stellte sich am Tag vor dem Vortrag bereits eine unerträgliche Unruhe ein. In der Nacht hatten Sie schlecht geschlafen. Am anderen Tag dann der unsichere, etwas steif wirkende Gang zum Rednerpult. Hervorgerufen durch das krampfhafte Bemühen, den Eindruck von Ruhe und Gelassenheit den Zuhörern vorzutäuschen. Außerdem die permanente Furcht, dass Ihnen keine Fehler unterlaufen. Auch der Gedanke, während des Vortrags könnte der Projektor ausfallen, verstärkte die innere Unruhe zusätzlich. Zu Vortragsbeginn war die Nervosität so ausgeprägt, dass sich fühlbar der Herzschlag beschleunigte. Für einige Minuten war plötzlich der gesamte Vortragsinhalt wie weggeblasen. Zusätzlich die feuchten Hände, von den Schweißperlen auf der Stirn und der sich einstellende Mundtrockenheit ganz schweigen. Trotz aller Bemühungen äußerlich ganz ruhig zu bleiben, gelang dieses bei Ihrem ersten Vortrag nicht so richtig. Die Psyche und damit das Unterbewusstsein ließ sich nicht so einfach überlisten. Die ersten Sätze dann mit einer unsicheren, brüchigen und zu leisen Stimme. Anschließend die verdammte Hastigkeit beim Sprechen, geschuldet dem Angstgefühl, das vorgegebene Zeitlimit nicht zu überschreiten. Es war wie ein Albtraum. Es hat doch tiefe Furchen hinterlassen und nunmehr sind all diese belastenden Einzelheiten wieder offen und ungeschminkt präsent.
    Die geschilderten Angstsymptome, das sogenannte Lampenfieber mit all seinen unangenehmen Begleiterscheinungen, sind ohne Zweifel ein geistiger und körperlicher Störfaktor. Oder doch nicht? Es ist auf den ersten Blick nicht hilfreich, wenn Sie gesagt bekommen, dass selbst gestandene Bühnenschauspieler vor jedem Auftritt mit dem gleichen Problem zu kämpfen haben. Wie bei allen Dingen im täglichen Leben kommt es auch bei diesem Phänomen auf die Intensität, das heißt auf die richtigen Proportionen an. So ist ein leichtes Lampenfieber, verbunden mit der dadurch hervorgerufene Nervosität, eigentlich Ihr stärkster Bündnispartner. Zum einen ist diese Aufgeregtheit leistungsfördernd und zum anderen löst sie bei den Zuhörenden auch positive Assoziationen aus.
    Demgegenüber äußert sich ein zu starkes Lampenfieber in Blockaden aller Art. Das vegetative Nervensystem und der gesamte Kreislauf spielen verrückt. Ihre Hände fangen an zu zittern. Der Lichtpunkt des Laserpointers, mit dem Sie auf Besonderheiten in der Abbildung hinweisen wollen, flattert dann für alle bemerkbar unruhig auf der Projektionswand hin und her. Auch die Konzentration sinkt und die Stimme droht zu versagen, weil der Hals fast auszutrocknen droht. Im Extremfall werden die Zuhörer dann im Unterbewusstsein sogar zu persönlichen Feinden. Derartige »traumatische Erlebnisse« können in Ausnahmefällen durchaus zu Vortragsphobien (Vortragsängste) führen, die meistens nur noch mit einer fachärztlichen Behandlung zu beseitigen sind. Insbesondere dann, wenn diese Blockaden schon so weit fortgeschritten sind, dass selbst kleinere Vorträge in einem vertrauten Umfeld unmöglich werden.
    Letzteres darf aber nicht eintreten! Bereits der große römische Meister der Redekunst Marcus Tullius Cicero (106 – 42 v. Chr.) wusste, dass man Reden nur durch Reden lernt. Er erkannte zusätzlich, dass bereits lange vor der eigentlichen Rede auch die notwendigen organisatorischen und technischen Randbedingungen festzulegen sind. Dies alles unter der Zielstellung, dass die avisierte Rede weder für den Vortragenden selbst noch für die Zuhörer zum Albtraum wird.
    Eigentlich sollte man ja bereits in jungen Jahren die Kunst der »freien Rede«, das heißt, eine Rede zu halten, die ganz bewusst auf das Vorlesen eines bereits schriftlich fixierten Textes verzichtet, erlernt und geübt haben. Glücklicherweise zeigen genügend Beispiele aus dem täglichen Leben, dass das Erlernen der »freien Rede« mithilfe eines Stichwortmanuskripts auch noch in späteren Lebensabschnitten möglich ist. Vergessen sollten Sie jedoch in diesem Zusammenhang nicht, dass das Lernen mit fortschreitendem Lebensalter immer mühsamer wird. Auch das deutsche Sprichwort:
     »Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr«,
    trifft nur bedingt zu. Denn wie alle Redewendungen enthält jeder Sinnspruch stets auch Ausnahmen. So gesehen ist es in jedem Alter möglich, die zu einem freien Vortrag notwendige Redegewandtheit zu erlernen. Die durch ein fleißiges Üben erreichbaren Fortschritte und dadurch gewonnenen Erfahrungen (Redeeloquenz) helfen, die genannten Blockaden zu minimieren. Vergessen Sie bei Ihren Trainingseinheiten nicht, dass im Einklang mit den gesprochenen Worten, zwangsläufig auch die dazu passende Körpersprache und Körperhaltung zu üben sind.


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